Zwei Gipfel für Schwindelfreie
Eine von Svens Lieblingstouren am Tegernsee
Vom Parkplatz aus geht es gleich steil in den Wald hinein. Mittlerweile sind für ein gutes Stück sogar Stufen in den Berg gesetzt. So zieht sich der Weg für eine Weile durch den Wald. Immer wieder erhascht man durch die Bäume ein paar schöne Ausblicke auf die Gipfel in der Umgebung.
Nach etwa einer guten Stunde kommt man dann auf ein Plateau, vor dem sich die beiden Gipfel ziemlich beeindruckend aufbauen. Zwischen den beiden sehen wir auch die Tegernseer Hütte, die bei guten Wetter mit leckerem Essen und kalten Getränken wartet. Schaut aber vorher, ob die Hütte auch schon bewirtschaftet ist (tegernseerhuette.de) – als wir Ende April dort waren, war sie noch geschlossen.
Richtung Westen geht es nun zum Einstieg auf den Roßstein. Bis zum ersten Gipfel kraxeln wir nun über Stock und Stein, einige Passagen sind sogar drahtseilgesichert. Ich würde den Weg niemandem empfehlen, der Höhenangst hat, aber wer schwindelfrei ist und gerne auch mal die Hände beim Wandern benutzt, wird hier auf seine Kosten kommen. Nach etwa 40 Minuten erreichen wir nun den ersten Gipfel, der noch vor der Hütte liegt – der Roßstein.
Wir schieben die Brotzeit noch ein bisschen und gehen wieder ein Stückchen ab zur Tegernseer Hütte. Heut war die Hütte noch geschlossen, aber zwei Jungs machten und ganz schön neidisch mit Gaskocher und Weißwürscht mit süßen Senf. Auf jeden Fall eine Idee, die wir übernehmen werden auf einer unserer nächsten Touren!
Nach einem kleinen Plausch mit den beiden gehen wir um die Hütte herum und hier sieht Fabi zum ersten Mal den Aufstieg zum Buchstein – eine senkrechte Wand mit speckigen Steinen steht vor uns. Ich wusste ja schon, was uns noch bevorsteht, aber ich kann den Blick in Fabis Augen lesen ?. Aber ich weiß, was er drauf hat und mache mir keine Sorgen.
Die Kletterei ist in 5 bis 10 Minuten erledigt und man kann schon ein bisschen stolz auf sich sein. Nun gibt es nur noch ein paar Minuten Kraxelei, bis wir am Ziel sind und endlich mit unserer wohlverdienten Brotzeit belohnt werden. Der Ausblick von hier oben ist schon toll. Man sieht ins Tal Richtung Kreuth herab und der Leonhardstein (auch eine nette kleine Tour) scheint zum greifen nahe.
Ausrüstung
Abgesehen davon, dass bei unserer Tour noch Schnee lag, gab es nichts, was nach besonderer Ausrüstung schreiben würde. Fabian würde wie immer zu festem Schuhwerk raten, Svens Knie würde empfehlen, Wanderstöcke für den Abstieg mitzunehmen.
Der zweite Gipfel, der Buchstein, ist zwar nicht gesichert, aber ich würde das hier schon als Klettern bezeichnen. Bitte nur aufsteigen, wenn ihr euch das auch sicher zutraut. Die Steine sind ziemlich speckig und rutschig und gerade beim Abstieg kann es einem schon mulmig werden. Aber wenn ihr schwindelfrei seid und euch das Stück zutraut, werden ihr mit dem tollen Ausblick vom Buchstein belohnt.
Natürlich wie immer, nicht vergessen genügend zu trinken mitzunehmen und denkts an a gscheide Brotzeit für den Gipfel.
