Mit 100km/h durch die Schlucht
Als erstes sollte ich wohl mal erwähnen, dass der GPS-Track diesmal wirklich für die Tonne ist. Die Tour führt die ganze Zeit über durch eine atemberaubende Schlucht, aber eben diese Schlucht raubte auch dem GPS den Verstand. Das Signal prallte zwischen den Wänden hin und her und zeichnete uns so etwa den anderthalbfachen Weg und Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h auf ?
Alexandra hatte einen Wanderführer mit nach Spanien genommen, der uns mitteilte, dass die Ruta del Cares ein Highlight der Region sei, allerdings leider auch total überlaufen. Als wir an einem Sonntag Vormittag am Ausgangspunkt ankamen, rechnete ich schon mit dem Schlimmsten. Okay, wir waren nicht einsam auf der Tour, aber auf den 10 Kilometern durch die Schlucht verliefen sich die Menschen dann doch ganz gut und wir konnten die Ausblicke völlig in Ruhe genießen. Wenn ich so darüber nachdenke, hatten wir definitiv mehr Interaktion mit Bergziegen, als mit Menschen (böse Zungen würden vielleicht behaupten, dass läge teilweise auch an meinen miserablen Spanisch-Kenntnissen).
Wir hatten nicht zwangsläufig vor, die ganze Tour zu machen, aber der Ausblick hielt uns bei Laune und der größte Teil der Strecke verläuft relativ flach, was die Kondition schont. So liefen wir gemütlich in etwa zweieinhalb Stunden durch das ganze Tal und fanden sogar noch eine nette Brotzeit mit lokalem Käse und Vino bei den paar Häusern am Ende der Schlucht. Der Weg zurück wurde uns auch nicht langweilig, alles noch einmal von der anderen Seite zu sehen, war immer noch toll. Das fanden scheinbar auch die Ziegen, die an mehreren Stellen auf den Felsen lagen und gemütlich kauend den Blick über das Tal streifen ließen.
Ausrüstung
Ich würde mal sagen, es ist keine besondere Ausstattung nötig für diese Tour. Wer etwa 700 Höhenmeter auf 20 Kilometer schafft, sollte mit vernünftigen Trekking-Schuhen gut durchkommen. Vergesst’s aber ned, was zu Trinken und a Brotzeit einzupacken!
